Kompromiss gescheitert

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coco
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Kompromiss gescheitert

Beitrag von coco » 09.02.2011, 20:58

Wie wohl bekannt sein dürfte sind die Konsensgespräche zum Thema Hartz gescheitert. Trotz oder gerade weil Angela Merkel das Thema zur Chefsache gemacht hat?

Auch wenn mich feuerxxw nun für eine Sympathisantin der Linkspartei hält, so sind meiner Ansicht nach Mindestlöhne zwingend nötig und die gerade in der Zeitarbeit.
Interessant finde ich die Betrachtungsweise bzw. Abhängigkeit zwischen Mindestlohn und Regelsatz, wie ich in einem Blogeintrag gelesen habe.

Ein Mindestlohn lässt zweifelsohne das Einkommen von Geringverdienern steigen, also jener Gruppe, die Grundlage für die Berechnung der Regelsätze dient. Ein Mindestlohn würde also unweigerlich Mehrausgaben für die öffentliche Hand nach sich ziehen. In wie weit die Mehrausgaben durch Einsparungen durch den Wegfall der Aufstocker und Steuermehreinnahmen durch anziehende Binnennachfrage kompensiert werden könnten vermag ich nicht zu beurteilen.

Liebe Grüße
coco
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feuerxxw
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Re: Kompromiss gescheitert

Beitrag von feuerxxw » 10.02.2011, 11:03

coco hat geschrieben:Wie wohl bekannt sein dürfte sind die Konsensgespräche zum Thema Hartz gescheitert. Trotz oder gerade weil Angela Merkel das Thema zur Chefsache gemacht hat?

Auch wenn mich feuerxxw nun für eine Sympathisantin der Linkspartei hält, so sind meiner Ansicht nach Mindestlöhne zwingend nötig und die gerade in der Zeitarbeit.
Interessant finde ich die Betrachtungsweise bzw. Abhängigkeit zwischen Mindestlohn und Regelsatz, wie ich in einem Blogeintrag gelesen habe.

Ein Mindestlohn lässt zweifelsohne das Einkommen von Geringverdienern steigen, also jener Gruppe, die Grundlage für die Berechnung der Regelsätze dient. Ein Mindestlohn würde also unweigerlich Mehrausgaben für die öffentliche Hand nach sich ziehen. In wie weit die Mehrausgaben durch Einsparungen durch den Wegfall der Aufstocker und Steuermehreinnahmen durch anziehende Binnennachfrage kompensiert werden könnten vermag ich nicht zu beurteilen.

Liebe Grüße
coco
Hallo coco

Ein wenig "links" zu stehen, dass ist kein Fehler! :!: Es ist eine gewisse Schutzfunktion der Bürger in diesem Staat, sich gegenüber dem immer unverschämter werdenden globalen Kapitalimus zu wehren, der sich leider schon lange von der sozial. Marktwirtschaft verabschiedet hat. :(
Wer "linke soziale Ideen" generell offen nur stets verneint, der muß sich nicht wundern, dass die eingefleischen Gegner von "linker Ideologie", sich über jeden neuen "Dummfang", am Ende freudig auf die Schenkel klopfen . :mrgreen: Nur solche Dummfangleute sichern ihnen zuverlässig die mehr an Geldeinnahmen, ohne davon etwas abzufordern! Übrigens. Manchmal denke ich sogar, dass diese Leute untereinander im Wettbewerb stehen, wer der "Reichste" von ihnen ist? Wahrscheinlich scheint Geld bei diesen die einzige äußere Form für eine Wertung/Geltung zu bedeuten. Wie armselig! :( :idea:

Nein. Man benötigt sogar "Links" , um Reformen in unserer entstandenen Grundgesetz-Gesellschaft, mit diesen vorhandenen kapit. System, neu zu starten. Ein wenig mehr Zwang auf sie, bringt sie wieder auf den richtigen Weg doch etwas mehr an die Gesellschaft abzugeben!
Für die arbeitenden Menschen hier bedeutet das, dass eine gesicherte und dabei auch noch eine bessere Gesellschaft mit entsteht.
Nur "Links" allein, kann leider nur wie Gift wirken, aber in kleinen Mengen dosiert, auch ein wirksames Heilmedikament darstellen! :idea:
Überlegung. ? :? Erst dann wenn wieder mehr Kinder hier geboren werden, erst dann befindet sich dieses Land wieder auf einen richtigen und für die Menschen gesicherten Weg!! :idea:

Übrigens . Es ist lächerlich, dass wege (5-10) Euro mehr für Hartzler, solche unendlichen Debatten geführt werden müssen?! :( Dieser Staat hätte genug Geld (auch für seine Gemeinden), wenn er analog wie in der Schweiz auf jede Geldeinnahme, Steuern von "Jedermann" abverlangen würde. Dann würde es keine Rentensorgen, kaputte Straßen, unzureichende Kinderbetreuung -und Schulsysteme mehr bei uns geben. Dieser Kabarettist Volker Pispers , der hat es schon lange verstanden, was in diesem Staat so alles faul -und veränderungswürdig ist! :( Nur die verantwortl. gewählten Politiker, die scheinen ihr Geschäft leider bewußt nur unzureichend zu verstehen! :?:

Grüßchen :D
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coco
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Re: Kompromiss gescheitert

Beitrag von coco » 10.02.2011, 22:57

Hallo feuerxxw,
mich interessiert nicht ( mehr ) welche Richtung oder Schattierung man mir unterstellt. Ich bilde mir meine Meinung und wage auch meine Standpunkte zu vertreten. Sie müssen nicht immer dem Mainstream entsprechen ;).

Zum Thema zurück, Geld ist endlich und ein Blick auf die Schuldenuhr zeigt dies deutlich. Wir können also nicht so weiter machen wie bisher, sondern müssen etwas ändern. Angefangen bei den Regelsätzen bis hin zur Bildungspolitik und vor allen Dingen müssen wir Anfangen Schlupflöcher zu stopfen. Es gibt den faulen Hartz IV Bezieher und auf der anderen Seite gibt es den Spitzenverdiener, der seinen Sprössling auf Kosten der Allgemeinheit auf ein Internat schickt. Beide verhalten sich dem Leiharbeiter gegenüber, der trotz Ausbildung für 7,50 € teilweise schwer arbeitet mehr als unsolidarisch.

Die Situation wird sich im Mai mit der Öffnung des Arbeitsmarktes für Osteuropa noch zuspitzen und an dieser Stelle muss einmal gefragt werden warum die Politik untätig zusieht?
Würde jetzt noch die SPD mit regieren, dann könnte ich das mit Rücksicht auf Herrn Clement ja noch verstehen. Schließlich sagen böse Gerüchte er hat seinen Platz in der Leiharbeit gefunden. Inwieweit die Gesetzgebung als Vorsage betrachtet wurde ist spekulativ! Andererseits war es gerade die Opposition, die seinerzeit die Zustimmung zu den Hartz IV Gesetzen von einer Verschärfung abhängig gemacht hat. Ein interessanter Aspekt, der gern vergessen und unterschlagen wird.

Liebe Grüße
coco
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obi11
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Re: Kompromiss gescheitert

Beitrag von obi11 » 21.02.2011, 11:25

Beruhigt euch wieder, man hat sich geeinigt auf ein Stufenmodell...
Alsogenau die Entscheidung, die das Bundesverfassungsgericht gefordert hat... nach Kassenlage gewürfelte Zahlen :lol:
Hat einer ne Ahnung was die Herren am Gericht so verdienen? Ich meine wir könnten die Einsparen, denn es kümmert doch eh niemanden in der Politik was die Herren zu sagen haben.