Zum Jahreswechsel

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Sonnerl
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Zum Jahreswechsel

Beitrag von Sonnerl » 30.12.2008, 21:56

Wie lange dauert die Gegenwart und wie läßt sich die zeitliche Dauer der Gegenwart halbwegs wissenschaftlicht begründen?

Gruß Sonnerl

Sonnerl
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von Sonnerl » 30.12.2008, 21:57

Sonnerl hat geschrieben:Wie lange dauert die Gegenwart und wie läßt sich die zeitliche Dauer der Gegenwart halbwegs wissenschaftlicht begründen bzw. experimentel nachweisen?

Gruß Sonnerl

gnadenlos
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Beitrag von gnadenlos » 31.12.2008, 13:26

Mein erster Gedanke war der "Augenblick". Und so ganz falsch liege ich damit wohl nicht. :)

Gruß
gnadenlos
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. (Albert Einstein)

Sonnerl
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Beitrag von Sonnerl » 01.01.2009, 20:47

gnadenlos hat geschrieben:Mein erster Gedanke war der "Augenblick". Und so ganz falsch liege ich damit wohl nicht. :)

Gruß
gnadenlos
Hallo Gnadenlos,

ich könnte jetzt fragen: Und wie lange dauert ein Augenblick?

Na ja - zumindest haben jetzt ein paar Wissenschaftler festgelegt, wie lange ein Augenblick oder die Gegenwart dauert.

3 Sekunden!

Wenn du ein Taktell bzw. ein Metronom zuhause rumstehen hast, kannst du es selbst ausprobieren.
Stelle das Taktell so ein, daß zwischen den beiden Taktschlägen mehr wie 3 Sekunden liegen. Gedanklich bist du dazu in der Lage diesen beiden Taktschlägen unterschiedliche Tonhöhen zuzuordnen, obwohl die beiden Töne einen absolut gleichen meßbaren Frequenzbereich haben.

Stellst du die Taktschläge so ein, daß zwischen den beiden Tönen nicht mehr wie 3 Sekunden liegen, gelingt dir es nicht, gedanklich verschiedene Tonhöhen zuzuordnen.

Das funktioniert bei allen Menschen gleich. Offenbar arbeitet unser Gehirn in 3 Sekunden-Schritten. :D

Gruß Sonnerl

PS: man kann aber auch einfach mit z.B einem Feuerzeug auf den Tisch klopfen....

coco
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von coco » 06.10.2010, 22:08

Hallo,
auch wenn der Beitrag etwas älter ist, so dürfte die Gegenwart wohl unendlich sein. Denn was ihr gegenwärtig oder auch im Augenblick lest, dass schrieb ich in der Vergangenheit, die für mich die Gegenwart war.
Die Zeit dazwischen dürfte geringfügig länger sein als vorgenannte 3 Sekunden!

Auch wenn dies nun keine wissenschaftliche Abhandlung war, nur mal als Denkanstoss

Liebe Grüße
coco
;) [url=http://www.kaleidoskop-sky.info]SoS[/url] sUChSt Du nOcH oDEr LeBsT dU ScHOn ¿

gnadenlos
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von gnadenlos » 09.10.2010, 07:54

Man sollte Harald Lesch fragen. Der kann das gut erklären. :)

Gruß
gnadenlos
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Sonnerl
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von Sonnerl » 11.10.2010, 23:31

coco hat geschrieben:Hallo,
auch wenn der Beitrag etwas älter ist, so dürfte die Gegenwart wohl unendlich sein. Denn was ihr gegenwärtig oder auch im Augenblick lest, dass schrieb ich in der Vergangenheit, die für mich die Gegenwart war.
Die Zeit dazwischen dürfte geringfügig länger sein als vorgenannte 3 Sekunden!

Auch wenn dies nun keine wissenschaftliche Abhandlung war, nur mal als Denkanstoss

Liebe Grüße
coco
Da läßt sich trefflich drüber nachdenken Coco...is ein beeindruckender Gedankengang...da kann ich dir keineswegs versprechen, daß ich zu einem Ergebniss komme. Aber wie gesagt - sehr nachdenkenswert, rein philosophisch versteht sich.

LG
Sonnerl

feuerxxw
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von feuerxxw » 12.02.2011, 10:58

Sonnerl hat geschrieben:Wie lange dauert die Gegenwart und wie läßt sich die zeitliche Dauer der Gegenwart halbwegs wissenschaftlicht begründen?

Gruß Sonnerl
"Gegenwart" kann eigentlich nur solange dauern, wie wenn ein Blitzlichtstrahl in seiner Helligkeit, den "Scheitelwert" seines Kurvenverlaufs erreicht hat. :?: Das können dann nur noch Pico- Maßzeiteinheiten sein, keinesfalls Sekundeneinheiten :?

Sind das wieder schwere Sonnerl- Einheiten? :?
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Sonnerl
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von Sonnerl » 18.02.2011, 21:07

Sonnerl hat geschrieben:
coco hat geschrieben:Hallo,
auch wenn der Beitrag etwas älter ist, so dürfte die Gegenwart wohl unendlich sein. Denn was ihr gegenwärtig oder auch im Augenblick lest, dass schrieb ich in der Vergangenheit, die für mich die Gegenwart war.
Die Zeit dazwischen dürfte geringfügig länger sein als vorgenannte 3 Sekunden!

Auch wenn dies nun keine wissenschaftliche Abhandlung war, nur mal als Denkanstoss

Liebe Grüße
coco
Da läßt sich trefflich drüber nachdenken Coco...is ein beeindruckender Gedankengang...da kann ich dir keineswegs versprechen, daß ich zu einem Ergebniss komme. Aber wie gesagt - sehr nachdenkenswert, rein philosophisch versteht sich.

LG
Sonnerl
Hai Coco,

ob du's glaubst oder nicht, dein Gedankengang hat mich doch sehr beschäftigt....

Physikalisch kann die Gegenwart nicht unendlich sein.
(Um Plagiatsvorwürfen vorzubeugen: Diesbezügliches Wissen, habe ich mir von Max Planck, Steven Hawking und Harald Lesch entliehen :D )
Da die Zeit selbst nicht unendlich ist, kann die Gegenwart schon gar nicht unendlich sein. Die Zeit ist kein Kontinuum und ist getaktet, also besteht aus kleinen Teilen. Die kleinste bis jetzt bekannte Einheit ist die sogenannte Planck-Zeit (die Formel erspare ich mir hier, die wär' eh nur geklaut).
Die Zeit ist laut Einstein noch nicht einmal im physikalischen Sinne eine Konstante. Das heißt, sie ist dehnbar bzw. komprimierbar. (Aber das ist ein anderes Thema...)
Setzt man einen Anfang und ein Ende der Zeit voraus, so wächst die Vergangenheit an und die Zukunft verkleinert sich. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, gibt es zum Ende allen Seins, quasi im Moment der letzten Planck-Zeiteinheit nur noch die Vergangenheit und diese eine letzte Planck-Zeiteinheit, welche die Gegenwart darstellt. Genauso, wie es am Anfang der Zeit nur diese eine Zeiteinheit Gegenwart, aber zugleich eine sehr, sehr lange Zukunft gab, dafür keine Vergangenheit.
Folglich ist die Gegenwart im physikalischen Sinne nicht kleiner oder größer wie eben der kleinste Teil der Zeit.
Die Gegenwart läßt sich also für den Menschen nur gefühlt erfassen. Dieses Gefühl ist allerdings wie im Eingangsbeitrag schon erwähnt experimentel nachgewiesen bei allen Menschen gleich.

LG
Sonnerl (der sehr traurig darüber ist, daß man ihm sein Sonnerlsmilie geklaut hat)

gnadenlos
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von gnadenlos » 19.02.2011, 10:18

Dass die Gegenwart nicht unendlich ist, leuchtet ein. Wobei sie aber m.E. durchaus dehnbar ist.

Weshalb die Zeit hingegen endlich sein soll, leuchtet mir ganz und gar nicht ein. Die Zeit ist unendlich.

Gruß
Dr. gnadenlos :)
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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von Sonnerl » 19.02.2011, 12:24

gnadenlos hat geschrieben:Dass die Gegenwart nicht unendlich ist, leuchtet ein. Wobei sie aber m.E. durchaus dehnbar ist.

Weshalb die Zeit hingegen endlich sein soll, leuchtet mir ganz und gar nicht ein. Die Zeit ist unendlich.

Gruß
Dr. gnadenlos :)
Hai Prof. Gnadenlos,

scheint sich hier ja eine hochinteressante Diskussion zu entwickeln...zumindest für mich.
Daß die Gegenwart dehn- bzw. komprimierbar ist, dürfte nur die logische Konsequenz aus der Relativitätstheorie sein. Ist sie doch lediglich nur eine Zeiteinheit, also ein Teil der Zeit an sich.

Ich zitiere mal aus Wikipedia: "Der Urknall bezeichnet keine „Explosion“ in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität." (Zitat Ende)
Dies bedeutet, daß die Zeit erst mit dem Urknall entstanden ist und somit einen Anfang hatte! Wäre die Zeit unendlich könnte sie keinen Anfang gehabt haben, da Unendlichkeit auch bedeuten würde, daß sie quasi schon immer da war. Gäbe es praktisch eine Unendlichkeit so bestünde diese nicht nur in Richtung Zukunft, sondern auch in Richtung Vergangenheit. Dies würde auch bedeuten, daß es keinen Urknall bzw. eine Entstehung des Universums in welcher Form auch immer gab.
Selbst wenn die Zeit kein Ende mehr findet, könnte man nicht mehr von Unendlichkeit sprechen, setzt man einen Anfang voraus.
Wäre die Zeit unendlich, müsste auch Raum und Materie unendlich sein! Dies ist aber eine Ansicht, die ich zwar respektieren kann - allein der Glaube und die Logik hierfür fehlt mir.

LG
Sonnerl

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Re: Zum Jahreswechsel

Beitrag von gnadenlos » 20.02.2011, 15:19

Wenn etwas einen Anfang hat, Sonnerl, dann heißt das doch nicht, dass es endlich ist.
Eine Kreisbahn z.B. hatte auch einmal einen Anfang, ehe sie endlos wurde. :)

Abgesehen davon behaupte ich, dass es die Zeit schon immer gab und nicht erst mit Materie und Raum entstand. Sie gab es schon davor. Und davor auch, und davor auch.
Zeit ist! Zeit ist weder Materie noch Raum. Zeit ist Zeit. Sie existiert über Materie und Raum hinaus, ganz unabhängig. Einfach immer und überall. Wenn meine Zeit abgelaufen ist, ist die Zeit trotzdem nicht am Ende. :)

Gruß
gnadenlos
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