Sehr geehrte Frau von der Leyen,

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obi11
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Sehr geehrte Frau von der Leyen,

Beitrag von obi11 » 02.09.2012, 18:11

wie ihr Ministerium ja grad festgestellt hat, so muss die Mindestlohngrenze bei 15, 50 € liegen um der Gefahr der Altersarmut vorzubeugen.
Diese Zahl sollten sie mit den gezahlten Löhnen der Leiharbeitsbranche vergleichen um die Ursachen für die steigende Zahl der Altersarmutsfälle zu erkennen und dem entgegen wirken zu können.
Mir ist bewusst das Sie in diese Richtung nicht tätig werden, denn ansonsten bekäme das Trugbild, dass die Regierungsparteien in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben einen Kratzer und auch diejenigen, die kein Abitur vorweisen können würden sehen wer die Lasten der schönen Statistiken hauptsächlich zu schultern hat.
Da hilft auch keine Zusatzrente, denn von 6,50 € werden die wenigsten etwas für die Beiträge abzweigen können. Hier handelt es sich nicht nur um „bildungsferne“ (welch dämliches Wort) Schichten, sondern auch Ingenieure finden sich zunehmend in der Zeitarbeitsbrache oder Lehrer mit befristeten Verträgen. Menschen ohne jegliche Zukunftsperspektive werden auch durch ihre Beteiligung und ihr Nichthandeln „produziert“.
Zu all dem von der werten Kanzlerin, die sie in Talkshows so vehement verteidigen, nicht ein einzige Wort des Mitgefühls? Warten wir mal ein paar Jahre ab, wenn auch hier aufgrund fehlender Binnennachfrage die Wirtschaft auf dem Zahnfleisch läuft und uns kluge und gebildete Leute ihres Berufsstandes bittere Sparmaßnahmen verkünden. Das Ergebnis ihres jetzigen Handels ist schon heute offensichtlich und ich darf Ihnen versichern, das man nicht studiert haben muss um dieses zu erkennen.
Leider schließt die heutige Gesetzeslage eine persönliche Haftung der Verantwortungsträger aus, was die Ursache für Verantwortungslosigkeit nicht nur in ihrem Hause sein dürfte.
Sie kennen den Inhalt des Amtseides, den sie geleistet haben? Dann würde ich am Ende eines jeden Monats einmal darüber nachdenken ob ich nicht meineidig geworden bin….

Mit freundlichen Grüßen
A. Oberländer